Der Saal der Zwangseingezogenen, die « Malgré-nous »

Dieser Saal ist den 130 000 Elsässern und Lothringern gewidmet, die von 1942 bis 1945 in die deutsche Wehrmacht eingezogen wurden, als das Elsass und Lothringen im 3. Reich eingegliedert waren.

Sie wurden gegen ihren Willen und ohne rechtliche Grundlage mobilisiert. Bei Fahnenflucht drohte der Familie des Flüchtlings die Deportation. Vierzig Tausend starben für eine Sache, die nicht die ihre war.

Die meisten wurden an der Ostfront in Russland eingesetzt.

Die von den Russen gefangen genommenen und die, die zu ihren Truppen übergelaufen waren, wurden hauptsächlich im Gefangenenlager von Tambov untergebracht. Dort fielen Tausende in Folge von harter Arbeit, Unterernährung, rauhen Klimas, verhängter Strafen, mangelnder Hygiene oder Epidemien.

Die ersten Überlebenden kehrten erst im Herbst 1945 zurück. Etliche, in fernen Lagern Isolierte, wurden erst 1955 entlassen.

In diesem Saal sind an Hand von Berichten, Zeugnissen und Photographien die Erlebnisse dieser Männer aufgezeichnet.

Ein Teil dieser Schau ist jener Nazipropaganda gewidmet, welche die Verdienste der deutschen Armee pries, um die Elsässer zu bewegen, sich freiwillig zu melden.
« Die Deportierten, die Massakrierten haben niemanden mehr als uns, um ihrer zu gedenken. Die Toten sind ganz von unserer Treue abhängig »
Vladimir Jankelevitch.


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